• In diesem Beitrag geht es darum, wie man sich bei Unfällen und Pannen richtig verhält und wie Pannenfahrzeuge richtig abgeschleppt werden.

    BildJetzt in den Sommermonaten machen sich wieder viele Menschen auf den Weg zu ihrem Urlaubsziel. Viele Kilometer werden dabei mit dem Auto zurückgelegt.
    Leider verläuft der Weg in die Ferien nicht immer ganz problemlos. Manchmal gerät man in einen Stau oder es kommt zu einer Panne oder gar einem Unfall. In diesen Situationen heisst es Ruhe bewahren und gleichzeitig richtig reagieren.

    Für die Auto Theorieprüfung ist die Vermeidung von Unfällen und Pannen ein wichtiges Thema, weshalb dieser Artikel auch jene interessieren dürfte, die die Sommermonate nutzen, um sich auf die Theorieprüfung vorzubereiten.

    PANNEN UND UNFÄLLEN VORBEUGEN

    Wie in vielen Fällen ist auch hier Vorbeugung wichtig. Durch eine regelmässige Wartung des Fahrzeuges und der Kontrolle des Reifendruckes lassen sich Pannen oder Unfälle oft vermeiden, genauso wie dadurch, dass man die Warnleuchten im Auge behält.
    Was die einzelnen Anzeigen genau bedeuten und wie Sie beim Aufleuchten dieser Warnungen richtig reagieren, erfahren Sie in unserem Beitrag Kontroll- und Warnleuchten. Überprüfen Sie ebenso regelmässig den Stand des Motoröls und der Kühlflüssigkeit.

    In der Schweiz besteht bei Personenwagen keine Pflicht für das Mitführen eines Verbandskastens und eines Feuerlöschers. Dennoch lohnt sich der Kauf dieses Autozubehörs. Ein Warndreieck muss sich in der Schweiz hingegen zwingend im Wagen befinden.

    PANNEN

    Schauen wir uns zuerst an, was bei einer Panne zu tun ist.
    Ist dies noch möglich, sollten Sie mit Ihrem Auto soweit wie möglich rechts an den Strassenrand fahren. Besonders auf Autobahnen oder in Tunnels befinden sich durch das entsprechende Hinweissignal gekennzeichnete Abstellplätze für Pannenfahrzeuge. Beachten Sie bitte, dass Sie dort nur im Falle einer Panne halten dürfen, nicht jedoch, um eine Pause einzulegen.

    Danach sollten alle Fahrzeuginsassen den Wagen verlassen und sich von der Strasse wegbegeben. Seien Sie dabei besonders vorsichtig. Ziehen Sie vorher am besten die Warnweste an. Das Mitführen der Warnweste ist übrigens in der Schweiz nicht Pflicht, allerdings in einigen Nachbarländern wie etwa Österreich, Italien oder Frankreich. In einigen europäischen Ländern wie zum Beispiel Deutschland ist die Warnweste zwar nicht obligatorisch, wird aber empfohlen.

    Wie so oft, sollte man auch bei einer Panne Ruhe bewahren und die Warnblinkanlage einschalten.
    Der nächste Schritt ist das Aufstellen des Warndreiecks.

    Dieses sollte circa 50 Meter vom Auto entfernt aufgestellt werden. Herrscht auf der Strasse schnell fliessender Verkehr, sollte das Warndreieck in 100 Metern Entfernung aufgestellt werden. Das gilt natürlich auf Autobahnen und Autostrassen, ebenso aber bei schlechter Sicht, beispielsweise bei Nebel.

    Ist man nicht in der Lage, das Fahrzeug wieder in Bewegung zu setzen, ruft man am besten einen professionellen Abschleppdienst.

    Natürlich dürfen auch Privatpersonen Fahrzeuge abschleppen, dafür sind aber einige Vorschriften zu beachten:

    – Fahrzeuge dürfen nur in Notfällen abgeschleppt werden, ein leerer Tank gilt beispielsweise
    nicht als Notfall

    – Am Heck des Pannenfahrzeug muss ein Warndreieck angebracht werden, auf Autobahnen und
    Autostrassen muss zusätzlich dazu noch das Warnblinklicht eingeschaltet werden

    – Auf allen Strassen – auch auf Autobahnen – darf die Geschwindigkeit, mit der man ein
    Pannenfahrzeug abschleppt, höchstens 40 km/h betragen

    – Das Abschleppseil darf höchstens 8 Meter lang sein, für die Abschleppstange gilt eine
    Höchstlänge von 5 Metern. Ketten oder Drahtseile sind nicht erlaubt

    – Auf Autobahnen und Autostrassen darf ein Pannenfahrzeug nur bis zur nächsten Ausfahrt
    abgeschleppt werden. Benutzen Sie dazu nicht den Pannenstreifen, sondern die normale
    Fahrbahn

    – Das Abschleppen von Motorrädern ist verboten

    Bei Pannenfahrzeugen mit Automatikgetriebe sollten Sie sich zuerst in der Betriebsanleitung darüber informieren, wie diese Autos richtig abgeschleppt werden, um Schäden zu vermeiden.

    UNFÄLLE

    Auch bei einem Unfall muss zuerst die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Danach erfolgt das Aufstellen des Warndreiecks.

    Nachdem man auf diese Weise den Unfallort gesichert hat, muss man kontrollieren, ob es Verletzte gegeben hat. Ist dem so, sollte man verunfallte Personen aus der Gefahrenstelle wegbringen. Ansonsten darf der Unfallort nicht verändert werden, es sei denn, dies dient der Verkehrssicherung bzw. dem Schutz von Verunfallten. Man sollte aber die ursprüngliche Lage mit Fotos dokumentieren, wenn es die Umstände zulassen.
    Rufen Sie anschliessend die Rettungskräfte. Die allgemeine Notrufnummer lautet 112, den Rettungsdient erreichen Sie unter der Nummer 144. Die Notrufnummer 112 gilt übrigens in ganz Europa.

    Manchmal gibt es Zweifel, ob man die Polizei rufen muss oder nicht. Bei ernsthaften Verletzungen ist das zweifelsohne der Fall, bei harmlosen Kratzern muss die Polizei hingegen nicht alarmiert werden. Ist der Unfall lediglich mit einem leichten Blechschaden verbunden, muss die Polizei nicht alarmiert werden, es sei denn, der Halter des beschädigten Fahrzeuges ist zum Unfallzeitpunkt nicht anwesend und nicht zu ermitteln. Ebenso sollten Sie die Polizei rufen, wenn Brand- oder Explosionsgefahr besteht oder wenn Tiere angefahren wurden. Das gilt nicht nur bei Unfällen mit Haus- oder Nutztieren, sondern auch bei einem Unfall mit einem Wildtier.

    Die Ordnungshüter sollten immer alarmiert werden, wenn Zweifel bestehen, etwa was den Schweregrad der Verletzungen betrifft.

    Bei einem Unfall mit Verletzten ist bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe zu leisten.

    Anschliessend geht es ans Dokumentieren des Unfallherganges. Dies können Sie am besten mit dem Europäischen Unfallprotokoll bewerkstelligen. Dieses Protokoll hilft Ihnen, nichts Wichtiges zu vergessen und den Unfall Ihrer Versicherung zu melden.
    Das ist dann auch der nächste Schritt: setzen Sie Ihre Versicherung unverzüglich vom Umfall oder der Panne in Kenntnis. Vor allem dann, wenn der Schaden am Auto grösser ist, sollten Sie das Fahrzeug erst reparieren lassen, wenn ein Sachverständiger Ihrer Versicherung es zuerst in Augenschein genommen hat.

    Unfälle können am besten vermieden werden, wenn man die Geschwindigkeit den Gegebenheiten und natürlich den Vorschriften anpasst, sich nicht übermüdet ans Steuer setzt, auf längeren Fahrten genügend Pausen einlegt, sich während der Fahrt auf den Verkehr konzentriert und auf genügend Abstand zu anderen Fahrzeugen achtet.
    Wenn Sie diese Ratschläge einhalten, kommen Sie in der Regel unfallfrei an Ihr Ziel.
    Sollte es dennoch mal zu einer Panne oder einem Unfall kommen, hoffen wir, Ihnen mit diesem Beitrag ein wenig weitergeholfen zu haben.

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    Unfälle und Pannen

    veröffentlicht am 10. September 2021 in der Rubrik Presse - News
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