• Bei Überlastung helfen Mutter-Kind-Kuren und Mütterkuren

    Freiburg, 08.05.2018 – Blumen, Frühstück am Bett und bunte Bilder von den Kindern machen den Muttertag für viele Frauen zu einem besonders schönen Tag. Aber bereits am nächsten Morgen beginnt schon wieder der Alltag mit Kindergarten, Schule, Haushalt, Arbeit, Arztterminen, Verabredungen der Kinder oder Elterntreffen. Margot Jäger, Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung, wundert es nicht, dass der Alltag für immer mehr Frauen zur Überlastung wird. „Wenn die Gesundheit der Mutter nachhaltig angegriffen ist, reicht ein Muttertag nicht aus. Dann können die Angebote der Müttergenesung helfen“, sagt Jäger. Mit einer Verordnung vom Arzt stehen allen Frauen die so genannten Mutter-Kind-Kuren und Mütterkuren offen.

    Die Erwartungen an Familien wachsen ständig. Zu den Aufgaben aus Kindererziehung, Beruf, Pflege und Haushalt kommen immer mehr soziale Verpflichtungen: Elternabende, Engagement in Vereinen und Gruppen verlangen dem bereits eng geplanten Tagesablauf weitere Stunden ab. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem vergangenen Jahr zeigt deutlich, dass all diese Aufgaben nicht gleichberechtigt übernommen werden. Frauen tragen unverändert die hauptsächliche Verantwortung für das Familienleben. So verwendet eine berufstätige Mutter 1,6 Mal so viel Zeit für Kinder und Haushalt wie ein berufstätiger Vater. Besonders groß ist das Missverhältnis von beruflicher und häuslicher Arbeit zwischen den Geschlechtern, wenn Kinder unter sechs Jahren im Haushalt leben.

    Darum ist für die KAG Müttergenesung der Muttertag eine gute und wichtige Geste der Wertschätzung. Er kann aber keine nachhaltige Stärkung durch medizinisch-therapeutische Hilfe ersetzen, wenn diese notwendig ist. Die Vorsorge- und Reha-Maßnahmen der KAG basieren auf einem Gesamtkonzept aus Beratung vor Ort, einer dreiwöchigen Maßnahme in einer Klinik und Angeboten der Nachsorge. Während der Maßnahmen werden verschiedenen Therapiefelder kombiniert: Ärztliche und psychologische Beratung und Behandlungen gehören ebenso dazu, wie aktivierende Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, Physiotherapie und Interaktionsangebote für Mütter mit ihren Kindern. Der informelle und therapeutische geleitete Austausch unter den Frauen ist für den Erfolg der Kuren von entscheidender Bedeutung. Dadurch können Mütter nicht nur wieder zu Kräften kommen, sondern sie nutzen die Maßnahmen, um sich neu aufzustellen und neue Strategien für den Alltag zu entwickeln. „Aufgabenverteilung innerhalb der Familien und gesellschaftliche Erwartungen können wir nicht ändern. Aber wie zeigen den Frauen Wege, anders damit umzugehen“, erklärt Jäger. In der KAG Müttergenesung sind 21 Kliniken und über 350 Beratungsstellen in kirchlicher Trägerschaft zusammengeschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft ist der größte Verbund im Müttergenesungswerk.

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    Katholische Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung
    Frau Margot Jäger
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    email : muettergenesung@caritas.de

    Der Kath. Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V. sind zur Zeit 21 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für Mütter, Mütter/Väter mit Kindern mit 1.800 Plätzen angeschlossen. Hinzu kommen 400 Beratungs- und Vermittlungsstellen. Die KAG ist der größte Trägerzusammenschluss innerhalb des Müttergenesungswerks.

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    veröffentlicht am 8. Mai 2018 in der Rubrik Presse - News
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